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Südwestlich von Beerfelden, im schönen Finkenbachtal,
liegt das offene Reihendorf Falken-Gesäß mit seinen
weit auseinandergezogenen Höfen und eingestreuten Einzelhäusern.
Urkundlich wurde das Dorf 1321 unter dem Namen "Valkengesezze"
zum ersten Mal erwähnt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts
war in Falken-Gesäß die Landwirtschaft und die
Nutzung der Waldbestände die Haupteinnahmequelle der
Bevölkerung. Von etwa 1700 bis 1850 war auch das Gewerbe
der Leinenweberei in Falken-Gesäß anzutreffen.
Die Einführung des mechanischen Webstuhls und die
Industrialisierung der Weberei führten aber zum unaufhaltsamen
Rückgang dieses Hausgewerbes. In neu entstandenen holzverarbeitenden
Betrieben boten sich jedoch neue Arbeitsplätze im Dorf
an. Vom ersten Weltkrieg an bis 1970 war auch eine Diamantschleiferei
in Falken-Gesäß heimisch. Die meisten Arbeitsplätze
der Falken-Gesäßer befinden sich heute in Beerfelden.
Als Sehenswürdigkeit im Stadtteil Falken-Gesäß
gelten die Reste der alten Wallfahrtskirche " St. Leonhardskapelle"
im Weiler Leonhardshof.
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