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Olfens Anfänge gehen zurück in die Zeit, als der
südliche Odenwald zwischen 1000 und 1200 n. Chr. besiedelt
wurde. Es ist als typisches Waldhubendorf angelegt. 1398 wurde
Olfen erstmals unter dem Namen "Ulfen" in Pfälzer
Lehensbriefen erwähnt. Ursprünglich sollen in Olfen
überwiegend Hirten ansässige gewesen sein. Der 30-jährige
Krieg traf das Dorf erst in der zweiten Hälfte mit voller
Schärfe. 1643 waren nur noch zwei Huben besetzt. 1650
lag Olfen wüst, menschenleer und verbrannt. Am Wiederaufbau
waren zuerst Schweizer stark beteiligt, die darauffolgenden
Kriege mit Frankreich vertrieben sie jedoch wieder. Um 1700
bildete sich eine Taglöhnerschicht in Olfen. Sie suchten
zusätzlichen Verdienst im Tagelohn bei den Bauern, im
Wald beim Rindenschälen und im Sommer als Erntehelfer
in der Rheinebene. Die Frauen brachten Butter, Eier und Käse
an die Bergstraße, nach Mannheim und nach Weinheim.
Stark ausgebreitet war in diesen Häusern auch die Leinenweberei.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Olfener Tal dem Fremdenverkehr
erschlossen. Mit der französischen Gemeinde Trévignin
in Savoye besteht seit 1966 eine enge Partnerschaft, die zu
vielfältigen Begegnungen in Olfen und Trévignin
geführt haben. Es handelt sich hierbei um die "kleinste
Partnerschaft Europas", die Olfen im Jahre 1991, bei
der 25-Jahr-Feier, die Verleihung der Europafahne bescherte.
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