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Olfener Bild
Lage: Nahe der Landesstraße nach Gütterbach
Zu den eigenartigen Kleindenkmälern des Odenwaldes gehören
zahlreiche steinerne Bildstöcke. Dabei ist es erstaunlich,
dass gerade ihre ältesten, noch aus vorreformatorischer
Zeit stammenden Vertreter sich in den späteren evangelischen
Gebieten der Kurpfalz und der Grafschaft Erbach über
viele Jahrhunderte bis heute erhalten haben.

Ehemals war das im Volksmund sogenannte "Olfener Bild"
eine Rast und Andachtsstelle der Olfener Kirchgänger
und Trauergemeinden auf ihrem Weg zu Kirche und Friedhof im
benachbarten Güttersbach. Ebenso galt der wohl aus vorreformatorischer
Zeit stammende, undatierte Bildstock als Sammlungsort der
zur Quellkirche nach Schöllenbach und zum "Heiligen
Blut" nach Walldürn pilgernden Pfälzer Wallfahrer.
Auch von Hexen, die dort ihr Unwesen treiben sollen, wird
berichtet. Jedoch dürften solche Erzählungen nicht
ursprünglich sein, sondern erst aus dem letzten Jahrhundert
stammen.
Das spitzgiebelige, einfache Bildhäuschen ragt nur wenig
über den Schaft hervor. Die Nische ist leer. Mit dem
Sockel erreicht das "Bild" eine Höhe von knapp
drei Metern
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